Gesichtsreinigung: Oil Cleansing Method

Für die Reinigung meines Gesichts habe ich für mich die Oil Cleansing Method, kurz OCM, entdeckt.

Was ist das?

Wie der Name schon sagt, wird hier eine Gesichtsreinuigung mit Öl durchgeführt. Es mag zunächst seltsam klingen sich das Gesicht mit Öl zu reinigen, gerade wenn man eher fettige Haut hat.
Der Hintergund dafür ist, dass man davon ausgeht, dass sich Öl am besten mit Öl entfernen lässt, da es sich an das überschüssige Öl bindet und somit aufnimmt.

Eine Reinigung mit Alkohol oder ähnlichen Stoffen führt zwar auch dazu, dass der Haut das Öl entzogen wird, allerdings mit dem Effekt, dass sämtliches Öl entfernt wird und die Haut anfängt sich selber zu regulieren und übermäßig viel Talg nachproduziert, damit die Poren nicht austrocknen. Das führt dann dazu, dass die Haut schneller und stärker nachfettet. Bei Haut, die schnell zu Pickeln und Mitessern neigt, ist der Effekt dann wiederum ein verstärktes Auftreten von Hautunreinheiten.
Eine Reinigung mit Alkohol hat somit nur einen kurzen gewünschten Effekt.

Anders bei der OCM. Die verwendeten Öle entziehen der Haut ebenso Öl mitsamt der Unreinheiten aus den Poren. Allerdings verbleibt ein Teil des Öls in den Poren, sodass die Haut nicht dazu angehalten ist erneut Fett nachzuproduzieren.
Durch die Öle wird die Haut zudem weich und geschmeidig. Hautschuppen, die auf den Poren liegen werden entfernt und Mitesser verschwinden. Selbst Unreinheiten, welche tief unter der Haut liegen werden wirksam bekämpft. Sollten diese nicht schon durch die Reinigung selbst verschwinden, so lassen sie sich sehr sanft nach der Reinigung entfernen.
Durch die OCM findet also ein Austausch des Öls in den Poren statt, das alte wird samt Unreinheiten entfernt und durch neues ersetzt.

Wenn man der Haut Öl zuführt versorgt man sie zudem mit Feuchtigkeit. Nicht Wasser, sondern Öle füllen den Feuchtigkeitsspeicher der Haut auf, da sie eben selber Öl produziert.

Was brauche ich dafür?

Grundlage für die OCM sind zwei Öle. Zum einen Rizinusöl und zum anderen ein – wie ich es nenne – „Basisöl“.

Das Rizinusöl ist in der Lage tief in vorhandene Hautstrukturen einzudringen und verfügt über die Fähigkeit anderes Öl zu binden.
Das Rizinusöl entfernt also den Talg aus den Poren mitsamt der dortigen Unreinheiten. Würde man nur Rizinusöl nehmen, würde die Haut austrocknen, bzw sehr schnell anfangen erneut Talg zu produzieren und hätte somit einen Effekt wie eine Reinigung mit Alkohol.

Deswegen braucht es ein Basisöl, welches die Haut erneut mit Feuchtigkeit versorgt und somit zur Hautregulierung beiträgt. Das heißt, die Haut ist gut mit Feuchtigkeit versorgt und produziert nicht erneut Fett.

Für trockene Haut hat das zur Folge, dass neben der Reinigung eine Durchfeuchtung stattfindet.
Für ölige Haut sorgt die OCM dafür, dass die Haut kein überschüssiges Öl mehr produziert.

Welches Basisöl?

Hinsichtlich des Basisöls sollte man sich für ein Öl entscheiden, welches ein bisschen auf den eigenen Hauttyp angepasst ist. Je öliger die Haut ist, desto leichter sollte das Öl sein. Zudem sollte man darauf achten, dass das Öl nicht komedogen, also mitesserfördernd, ist.
Ich selber habe mich für Mandelöl entschieden, das Öl ist nicht besonders schwer und macht die Haut schön weich und geschmeidig.
Man kann sich auch ganz einfach für Olivenöl entscheiden. Auch hier muss man aber vielleicht ein bisschen ausprobieren, welches Öl für die Haut das angenehmste ist.

Mischverhältnis

Zunächst muss man sich die beiden Öle anmischen, ich nehme dafür immer eine 100 ml Leerflasche und mische auf Vorrat an.
Was das Mischverhältnis angeht, so kommt es wieder auf den Hauttyp an. Je trockener die Haut ist, desto mehr Basisöl und weniger Rizinusöl sollte verwendet werden und je öliger die Haut, desto mehr Rizinus- und weniger Basisöl.

Um ein wenig zu probieren sollte man mit einer Mischung von 40% Rizinusöl und 60% Basisöl beginnen. Ist die Haut nach der Anwendung trocken und spannt, wurde zu viel Rizinusöl genommen, wird die Haut hingegen direkt nach der Anwendung fettig, sollte man bei der nächsten Anwendung weniger Basisöl verwenden.

Anwendung

Vor jeder Anwendung sollte das Gesicht einmal grob gereinigt werden. Danach gibt man sich einen Klecks der gemischten Öle auf die Hand, ich nehme ca einen Teelöffel, und verteilt dieses im Gesicht.
Das Öl sollte dann schön ins Gesicht einmassiert werden, dabei sollte nicht mit zu viel Druck gearbeitet werden, es soll angenehm bleiben.

Ich massiere das Öl ca zehn Minuten ein. Nach ein paar Minuten merkt man, wie sich die Poren öffnen und Talg austritt.

Danach nimmt man ein Handtuch oder einen Waschlappen und tränkt diesen mit heißem Wasser, es sollte so heiß sein, dass es nicht unangenehm im Gesicht ist, aber man das Gefühl hat, es bleibt einem kurz die Luft weg. Dieses legt man auf das Gesicht, lässt es ein wenig auskühlen und nimmt dann das Öl von der Haut. Hat man danach noch einen stark fettigen Film auf der Haut, sollte man den Schritt wiederholen.
Durch das warme Wasser wird nicht nur das Öl von der Haut genommen, auch öffnen sich die Poren, sodass auch die Hautunreinheiten mit runter genommen werden.

Danach wiederhole ich die Ölprozedur nochmal, dieser Schritt ist allerdings optional. Ich habe aber das Gefühl, dass das Gesicht danach nochmal richtig „porentief“ gereinigt wird.

Allerdings kann man auch im Vorwege das Gesicht mit warmen Wasser oder auch mit Wasserdampf behandeln, da sich durch die Wärme die Poren öffnen und die Öle tiefer und besser eindringen können.

Ob man die Ölprozedur zweimal oder einmal macht oder ob man schon vorher die Poren mit warmen Wasser öffnet, kann man selber entscheiden, da sollte auch jeder für sich ein wenig rumprobieren, denn es ist eben nicht jede Haut gleich.

Man kann die OCM jeden Tag durchführen oder einmal die Woche. Das kann man ganz nach Gefühl handhaben. Ich merke mit der Zeit, dass sich meine Haut nicht mehr so gut anfühlt und mache dann wieder eine „Ölkur“.

Die OCM kann man auch wunderbar jeden Tag anwenden und die Öle dann gleich zum Abschminken nutzen.

Ergebnis

Die Haut wird durch diese Methode wirklich sehr weich. Nach der ersten Anwendung kann es passieren, dass sich die Haut erstmal „verschlimmbessert“, da die Hautunreinheiten an die Oberfläche geholt werden und es erstmal so aussieht, als würde die Haut zunächst schlimmer werden, davon sollte man sich nicht entmutigen lassen, bei der nächsten Anwednugn sieht das ganze schon wieder ganz anders aus. Wird es auch dann nicht besser, sollte man sich vielleicht auch mal nach einem anderen Basisöl umsehen.

Bei mir sind die Mitesser größtenteils verschwunden und auch Pickel lassen sich viel seltener blicken. Direkt danach fühlt sich die Haut wie der viel zitierte Babypopo an.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Aloe Vera Gel

Neben den Ölen gibt es noch andere Basics, die ich immer wieder benutze, eins davon ist Aloe Vera Gel.

Das Gel wird aus dem Wasserspeicher des echten Aloe Vera gewonnen.

Aloe Vera wird allgemein gerne als Heilpflanze angesehen. Das Gel wirkt entzündunhshemmend, schmerzstillend und hautberuhigend, was vor allem auch an einem großen Anteil an Salicylsäure liegt.
Die Salicylsäure wirkt zudem gegen Akne und Hautunreinheiten.

Aloe Vera ist reich an Vitaminen und sorgt damit für eine gute Durchfeuchtung der Haut, wobei sie diese gleichzeitig strafft und geschmeidig hält.
In der Haarpflege wird es aus diesem Grund gegen Schupen und trockene Spitzen eingesetzt.

Das Gel ist für mich auch ein „Allrounder“, ich benutze es fast in jedem Rezept. Es ist in flüssiger und auch in geliger Konsistenz erhältlich und man sollte auch hier darauf auchten, dass so wenig Zusatzstoffe wie möglich enthalten sind.

Ich wende es hauptsächlich für die Hautpflege an, für kleinere Entzündungen, z.B. Sonnenbrand oder Insektenstiche und nach der Rasur bzw Epilation, um die Haut zu beruhigen.

Mandelöl

Wenn ich hier von Mandelöl spreche, ist damit immer Süßmandelöl gemeint. Dieses ist aus süßen Mandeln hergestellt. Bittermandelöl hingegen ist ein ätherisches Öl, welches seinen Ursprung in den bitteren Mandeln hat.
Auch hier sollte man darauf achten, dass das Öl hochwertig ist, das heißt so schonend wie möglich hergestellt, am besten kaltgepresst, da in dem Verfahren weniger Wirkstoffe verloren gehen.

Das Mandelöl ist sehr reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und somit in der Lage Haut und Haar damit großzügig zu versorgen. Vor allem der Vitamin E-Gehalt ist sehr hoch. Vitamin E wird vor allem gegen Falten eingesetzt und macht die Haut straffer und praller.

Es ist zudem reich an Linolsäure. Linolsäure selber ist ein Bestandteil der Haut. Durch die Zufuhr wird die oberste Hautschicht stärker geschützt. Sie stabilisiert die Hautschicht und sorgt dafür, dass die Haut nicht trocken oder schuppig wird. Linolsäure sorgt auch dafür, dass die Haut vor den negativen Einwirkungen des Lichts geschützt wird, Mandelöl hat also einen eigenen Lichtschutzfaktor.

Das Öl ist nicht komedogen, das heißt es fördert oder produziert keine Mitesser und ist somit sehr gut in der Gesichtspflege auch bei öliger Haut oder Akne zu verwenden. Dieser Effekt wird durch die Linolsäure noch verstärkt, da diese Mitesser auch rückbilden kann.

Das Mandelöl ist sehr sanft und ist somit gut für die Babypflege geeigenet.
Gerade auch durch den hohen Vitamin E Gehalt soll man es gut bei Cellulite und Dehn- bzw Schwangerschaftsstreifen anwenden können. Es macht die Haut sehr weich und dehnbar und soll Schwangerschaftsstreifen vorbeugen können.

Ich benutze es vorwiegend für die Gesichtsreinigung und Haarkuren.

Jojobaöl

Jojobaöl wird aus dem Jojobastrauch gewonnen und ist in seiner chemischen Zusammensetzung kein Öl, sondern ein Wachs, ist bei Zimmertemperatur aber flüssig.

Da dieses Öl eigentlich ein Wachs ist, kann man es sehr gut in der Hautpflege verwenden, da es keinen öligen schmierigen Film hinterlässt, die Haut aber ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt. Zudem wirkt es nicht komedogen, das heißt es ist nicht mitesserfördernd.

Als Wachs legt es sich als Schicht auf die Haut und verhindert damit ein Flüssigkeitsverlust dieser. Die gleiche Wirkung lässt sich in der Haarpflege sehen.
Durch diese Schicht lässt es auch Bräune auf der Haut länger anhalten.
Zudem hat Jojobaöl hat einen eigenen geringen Lichtschutzfaktor.

Der Gehalt an Vitamin A und E ist zudem hoch und sorgt dafür, dass es die Haut elastisch, weich und geschmeidig macht und leicht gegen Falten vorbeugt.
Außerdem wirkt es leicht entzündungshemmend.

Ich benutze es meist für die Hautpflege, Haarkuren, zum Abschminken und für leichte Entzündungen, z.B. Sonnenbrand oder Insektenstiche.

Rizinusöl

Die Basis der meisten meiner Pflegeprodukte sind Öle. Zunächst einmal möchte ich hier meine Hauptöle vorstellen, die sich in fast jedem Rezept wiederfinden, um deren Eigenschaften und Wirkweise darzulegen.

Das Hauptöl für mich ist Rizinusöl geworden, es ist quasi mein „Allround-Öl“. Vielen wohl eher bekannt als Abführmittel oder zur Wehenförderung.

Man kann dieses für kleines Geld in der Apotheke oder in Rohstoff-Läden beziehen. Ich versuche zumeist die Öle möglichst unbehandelt und hochwertig zu kaufen. Das heißt vor allem kaltgepresste Öle, da in diesem Verfahren schonender mit den Rohstoffen umgegangen wird und die Wirkstoffe auf diese Weise zumeist enthalten bleiben.

Rizinusöl, auch Castoröl, wird aus dem Wunderbaum hergestellt und ist ein sehr schweres Öl, das heißt es ist sehr ölig bzw. fettig. Das merkt man schnell an der Konsistenz, es ist sehr zähflüssig, geradezu pappig und damit in der Verwendung gelegentlich etwas schwerfällig.

Je schwerer ein Öl ist, desto besser kann es Haut und Haar Feuchtigkeit spenden.
Hintergund dessen ist, daß die Haut nur durch Öl Feuchtigkeit erlangen kann und nicht durch Wasser. Die Haut selber produziert Öl oder ölähnliche Substanzen. Produziert die Haut also wenig Öl, führt es dazu, dass sie sehr trocken ist.
In einem solchen Fall kann man eben mit Ölen nachhelfen, um die Haut zu regulieren. Und je öliger also schwerer das Öl ist, desto mehr Feuchtigkeit kann der Haut zugeführt werden.

Und wie gesagt Rizinus ist eines dieser schweren Ölen und somit ein sehr guter Feuchtigkeitsspender.
Ein großer Vorteil der Rizinusöl nachgesagt wird, ist, dass es in der Lage ist sehr tief in Haut- oder Haarstrukturen einzudringen und einen wasserabweisenden Film bildet.

Vielfach kann es so bei Narbengewebe, Hornhaut, Schrunden etc eingesetzt werden.

Ich benutze es vor allem für die Gesichtsreinigung, Haarkuren, Mani- und Pediküre und zur Behandlung von trockenen Stellen, z.B. am Ellenbogen.

Deo selbstgemacht

Seit ein paar Monaten benutze ich mein selbstgemachtes Deo.

Warum kein gekauftes Deo mehr?

Schon lange war ich auf der Suche nach dem richtigen Deo. Ich habe den Spleen, dass ich Deo nicht lange riechen kann und häufig nach zwei- dreimaligem Verwenden den Geruch des Deos mit Schweißgeruch assoziiere. So ganz ohne Geruch mag ich allerdings auch nicht.

Ein weiterer Punkt bei Drogeriedeos ist das Aluminiumchlorid, also ein Aluminiumsalz. Dieses Salz sorgt dafür, dass aus dem Deodorant ein Antitranspirant wird, also ein Produkt, welches nicht nur beduftet, sondern vor allem Schwitzen unterbindet.

Das Aluminiumchlorid setzt sich in die Poren, sodass ein Schwitzen an der Hautoberfläche nicht entsteht. Bei sehr starken Antitranspiranten merken Anwender auch häufig, dass sie zwar unter den Achseln nicht mehr schwitzen, dafür aber an anderen Stellen.

Das liegt daran, dass Schwitzen gesund ist und eine Körperfunktion erfüllt. Unter anderem wird durch Schwitzen der Körper entgiftet und die Temperatur reguliert. Muss der Körper also eine dieser Funktionen ausführen, so schwitzt er. Kann er das nicht in den Achseln, weicht er auf andere Körperregionen aus.

Das heißt das Aluminiumchlorid unterbindet eine wichtige Körperfunktion. Momentan drängen viele sogenannte 72h-Deos auf den Markt. Diese sollen trotz Duschen das Schwitzen für ganze drei Tage unterbinden. Ehrlich gesagt wird mir bei dem Gedanken ein bisschen anders.

Das Problem bei Aluminiumchlorid ist aber nicht nur das massive Unterbinden des Schwitzens, sondern auch, dass Aluminium im Körper abgelagert wird, da der Körper diesen Stoff schlicht nicht abbauen kann.

Es soll wohl Verbindungen zwischen Aluminiumchlorid und Alzheimer oder Brustkrebs geben (bei beiden Krankheitsbildern wurde bei Patienten wohl eine verhältnismäßig hohe Ablagerung an Aluminium im Gehirn/der Brust festgstellt). Zwar ist ein eindeutiger Nachweis nicht gelungen, aber bis heute wurde auch noch kein Nachweis dafür geliefert, dass Atomkraftwerke für eine hohe Leukämierate verantwortlich sind. Jedenfalls finde ich einen Zusammenhang aus meiner Laiensphäre hinaus nicht ganz abwegig, denn wie gesagt, der Körper kann es nicht abbauen und so richtig gehört es einfach nicht in einen Körper, sodass ich mir wie gesagt eine pathologische Entwicklung durchaus vorstellen kann.

Hat ein solches Deo dann doch mal versagt, hat es unglaublich hässliche, gelbliche Ränder in meinen Klamotten hinterlassen, die die beste Waschmaschine häufig nicht mehr entfernen konnte.

Deos, die wirklich Deodorants sind und das Schwitzen nicht unterbinden, wirkten bei mir ehrlich gesagt nicht. Ich schwitze nicht sehr stark, aber bei diesen Deos stellte sich irgendwie nie so richtig ein trockenes Gefühl ein.

Aus diesem Grund stelle ich mir jetzt mein eigenes Deo her.

Was ich dafür brauche

1 Teil Natron

1 Teil Speisestärke

1 Teil Kokosöl

1 Spritzer Aloe Vera Gel

5 – 10 Tropfen ätherische Öle (Teebaum- und Lavendelöl)

Ich stelle immer nur sehr kleine Portionen her, da ich keine Konservierungsmittel verwende und auch immer mit den Fingern in die Creme gehe. Deswegen ist „1 Teil“ bei mir meist 1 Esslöffel.

Wozu das gut ist

Natron ist was den pH-Wert angeht basisch, Schweiß hingegen sauer. Durch das Natron wird der saure Schweiß neutralisiert, das schlägt sich vor allem beim Geruch nieder. Der Schweiß riecht durch die Neutralisierung nicht mehr.

Die Speisestärke hat einen ähnlichen Effekt wie die Aluminiumalze. Es verstopft die Poren und verhindert so eine Schweißbildung an der Oberfläche. Allerdings lange nicht so nachhaltig wie Aluminiumchlorid. Vorteil ist auch, dass Stärke vom Körper abgebaut werden kann, es kommt demnach nicht zu Ablagerungen im Körper, die irgendwas auslösen können.

Das Kokosöl wird aus mehreren Gründen hinzugeben. Zuerst ist es der Konsistenzgeber für die Deocreme. Dann wirkt das Öl schon sehr pflegend und feuchtigkeitsspendend für die Haut. Gerade da die Achseln durch eventuelle Enthaarungsprozeduren doch häufig etwas in Mitleidenschaft gezogen sind. Da das Öl auch einen leichten Kokosgeruch hat, soll es auch für den Duft verantwortlich sein (allerdings riecht das Deo bei Hinzugabe von ätherischen Ölen nicht mehr danach). Zudem soll es desinfizierend und antibakteriell wirken.

Das Aloe Vera Gel gebe ich hinzu, da es entzündungshemmend wirkt und ich durch das Haare entfernen doch ab und an mal kleine Wunden zu verzeichnen habe. Außerdem spendet es der Haut Feuchtigkeit.

Die ätherischen Öle sollen vor allem für den Duft hinzugegeben werden. Allerdings kann ich Teebaumöl nur schlecht riechen. Dieses gebe ich auch wegen der Wirkung hinzu. Teebaumöl soll antibakteriell und pilzhemmend sein.

Das Lavendelöl gebe ich zwar hauptsächlich wegen des Duftes hinzu (ich mag, dass es herb riecht), allerdings soll es auch entgiftend und antibakteriell wirken.

Die Herstellung

Da das Kokosöl fest ist, muss man dieses erstmal in einem Wasserbad ein bisschen verflüssigen, damit sich die Zutaten nachher alle schön mischen lassen.

Derweil pulverisiere ich das Natron. Natron hat eher eine körnige Konsistenz, die beim Auftragen etwas kratzig und unangenehm wird (zumindest das Kaisernatron, das Natron von DrOetker soll pulveriger sein).
Dabei mische ich gleich die Speisestärke hinzu.

Wenn das Öl sämig bis flüssig ist, gebe ich das Natron/Stärke Gemisch nach und nach hinzu und rühre das alles schön unter.
Wenn ich alles gut durchgerührt habe, gebe ich die ätherischen Öle hinzu, ca 5 Tropfen Teebaumöl und ca 10 Tropfen Lavendelöl, oder je nach Bedarf, eben wieviel Geruch man möchte. Zum Schluss gebe ich einen kleinen Spritzer Aloe Vera Gel hinzu (häufig wird das Deo in dem Moment schnell fest).

Danach lasse ich das ganze abkühlen und stelle es ca eine Stunde in den Kühlschrank, damit es die richtige Konsistenz bekommt.

Die Deocreme trägt man dann einfach mit den Fingern auf die Achseln auf.

Bitte nicht vergessen die Dose immer zu desinfizieren, damit Bakterien keine Chance haben.

Alternativen

Ich habe das ganze auch schon mal als Sprühdeo hergestellt. Solche Deos haben mir ehrlich gesagt nie so richtig zugesagt, deswegen auch nicht die Natronvariante. Dazu habe ich 1 TL Natron in 100 ml heißem Wasser aufgelöst. Auch hier habe ich einen Spritzer Aloe Vera Gel und ätherische Öle hinzugegeben.

Um das Deo als Stick zu benutzen, kann man dem ganzen Rezept noch einen 1/2 Teil Bienenwachs hinzugeben, welches man mit dem Kokosöl verflüssigt. die Konsistenz wird dann wesentlich fester. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass das Deo da nicht so die gute Wirkung hatte.

Wenn man gerne auf die Stärke als „Antitranspirantmittel“ weglassen möchte, kann man dieses auch einfach tun. Es ist auch möglich sich die Achseln nur mit Natron zu bestäuben.

Man kann der Deocreme auch Zinkoxid hinzufügen, da dieses eine antibakterielle Wirkung hat. Ich habe es noch nicht ausprobiert und zögere da auch noch ein wenig, da Zinkoxid auch als Pigment verwendet wird und ich befürchte, dass dadurch doch Deoränder in der Kleidung entstehen könnten.

Fazit

Ich bin mit dem Deo sehr zufrieden und habe momentan nicht vor es wieder herzugeben. Meine Achseln sind trocken und der Geruch des Lavendels ist sehr dezent und nicht zu süß.
Wenn es draußen wikrlich sehr heiß ist, ensteht dennoch eine leichte Schweißbildung. Hier muss ich aber wirklich sagen, dass der Schweiß nicht riecht, also gar nicht. Auch hinterlässt das Deo keine Spuren an meinen Klamotten, was ich sehr angenehm finde.
Das Problem bei dem Deo ist, dass es schnell flüssig wird, wenn es warm ist, dann kann man es aber ohne Probleme im Kühlschrank lagern, auch ohne dass es zu fest wird. Sollte man zwischendurch das Gefühl haben, man möchte von einer Zutat noch mehr hinzugeben, kann man dieses jederzeit tun, man muss das Deo nur kurz im Wasserbad wieder etwas verflüssigen.

Mit den oben angegebenen Mengen komme ich ungefähr einen guten Monat aus.

Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren.

Vorstellung

Seit ca 8 Monaten beschäftige ich mich nun mit „natürlicher Pflege“. Ausschlaggebend dafür war meine Unzufriedenheit mit mir.

Ich war es leid mit Mitte/Ende zwanzig noch immer die Haut einer pubertierenden 14-jährigen zu haben, die sogenannte Mischhaut. Das heißt im Bereich der Stirn, des Kinns und der Nase war meine Haut ölig, ich litt an diesen Stellen häufig unter Pickeln und Mitessern.

Dagegen hatte ich vor allem am Wangenbereich sehr trockene und häufig juckende Stellen.

Und leider konnte mir kein Produkt bei meiner Misere helfen. Die Produkte waren entweder zu reichhaltig, sodass die trockenen Stellen sich wohl fühlten, die ölige Haut hingegen gar nicht mehr aufhörte nachzufetten oder aber sie waren zu wenig reichhaltig, das heißt, meine Haut fettet zwar nicht mehr nach, aber die trockenen Stellen wurden rot und fingen an zu jucken.

Nebenbei fing ich an mir ab und an Inhaltsstoffe der Produkte durchzulesen, um eventuell herauszufinden, was für meine Haut gut sein könnte. Doch das einzige, was ich dabei feststellte war, dass ich mir – gleich welches Produkt – immer nur Chemie auf die Haut geschmiert habe, die man als Rohstoff nicht unbedingt anfassen würden, hinzu kamen Parfüm- und Farbstoffe. Beides Sachen, die ich nicht unbedingt im Gesichtshaut haben wollte.

Also begann ich ein wenig im Internet zu lesen. Nach anderen Produkten, nach natürlich Produkten. Aber so richtig fündig wurde ich nicht. Irgdenwas störte mich an jedem Produkt, zugegeben, nicht selten war es der Preis.

Immer wieder bin ich dabei auf bestimmte Rohstoffe gestossen, die für dies und jenes gut sein sollten. Und so recherchierte ich in diese Richtung weiter. Nach und nach wurde mir klar, dass ich auf bestimmte Inhaltsstoffe nur verzichten kann, wenn ich mir meinen Kram selber zusammenmischen würde. Und so orderte ich meine erste Bestellung Rohstoffe und fing an zu experimentieren. Schon gleich bei den ersten Anwendungen zeigte sich der erste Erfolg. Meine Haut wurde immer ausgeglichener, Pickel und Mitesser verschwanden fast komplett, die trockenen Stellen waren nicht mehr trocken und meine Haut fettet nicht mehr unangenehm nach.

Nach diesen Erfahrungen dachte ich mir, was im Gesicht funktioniert, kann doch auch für andere Baustellen nicht schadhaft sein. Zu diesem Zeitpunkt wuchs zudem mein Wunsch heran mir die Haare wachsen zu lassen.

Ich hatte immer recht langes dickes Haar, allerdings waren meine Spitzen immer trocken. Irgendwann waren die letzten 20 cm mehr Spliss als Haar, sodass ich mich dazu entschied das ganze Stück abzuschneiden. Ich wollte meine alte Länge (ca Hüfte) allerdings zurück, aber ohne kaputte Enden.

Nachdem ich deswegen also auch anfing mit Pflege für meine Haare zu experimentieren, stellte ich sogar fest, dass die Beschaffenheit meiner Haare nicht so war, wie ich mir das lange dachte. Ich ging immer davon aus, dass ich trockene Spitzen und schnell fettende Haare an der Kopfhaut hatte. Das hatte ich auch, allerdings nicht „von Natur aus“, sondern wegen völlig falscher Pfelge und falschen Waschverhaltens.

Auch hier stellten sich sehr schnell Erfolge ein, mein Haar wuchs schnell, die Spitzen sind einigermaßen gesund, ab und an schneide ich sie mir, manchmal auftretende Schuppen verschwanden und ich fand heraus, dass Kopfhautjucken nicht normal ist. Daran hatte ich mich schon so gewöhnt, dass ich wirklich dachte das gehört halt dazu.

Und so stellte ich nach und nach meine gesamte Pflege um, immer mehr Produkte aus der Drogerie wurden meines Badezimmers verwiesen. Und noch bin ich auch nicht durch mit dem Experimentieren.

Das schöne war, dass nicht nur ich anfing mich in meiner Haut immer wohler zu fühlen, auch anderen fielen Veränderungen auf.
Ich gab immer gerne Tips weiter und freute mich vor allem darünber, wenn ich Feedback bekam, dass die Sachen auch anderen halfen.

Deswegen jetzt auch der Blog, in der Hoffnung, dass sich einige hier ein paar Sachen abgucken können, um sich auch endlich in ihrer Haut wohlzufühlen.