Vorstellung

Seit ca 8 Monaten beschäftige ich mich nun mit „natürlicher Pflege“. Ausschlaggebend dafür war meine Unzufriedenheit mit mir.

Ich war es leid mit Mitte/Ende zwanzig noch immer die Haut einer pubertierenden 14-jährigen zu haben, die sogenannte Mischhaut. Das heißt im Bereich der Stirn, des Kinns und der Nase war meine Haut ölig, ich litt an diesen Stellen häufig unter Pickeln und Mitessern.

Dagegen hatte ich vor allem am Wangenbereich sehr trockene und häufig juckende Stellen.

Und leider konnte mir kein Produkt bei meiner Misere helfen. Die Produkte waren entweder zu reichhaltig, sodass die trockenen Stellen sich wohl fühlten, die ölige Haut hingegen gar nicht mehr aufhörte nachzufetten oder aber sie waren zu wenig reichhaltig, das heißt, meine Haut fettet zwar nicht mehr nach, aber die trockenen Stellen wurden rot und fingen an zu jucken.

Nebenbei fing ich an mir ab und an Inhaltsstoffe der Produkte durchzulesen, um eventuell herauszufinden, was für meine Haut gut sein könnte. Doch das einzige, was ich dabei feststellte war, dass ich mir – gleich welches Produkt – immer nur Chemie auf die Haut geschmiert habe, die man als Rohstoff nicht unbedingt anfassen würden, hinzu kamen Parfüm- und Farbstoffe. Beides Sachen, die ich nicht unbedingt im Gesichtshaut haben wollte.

Also begann ich ein wenig im Internet zu lesen. Nach anderen Produkten, nach natürlich Produkten. Aber so richtig fündig wurde ich nicht. Irgdenwas störte mich an jedem Produkt, zugegeben, nicht selten war es der Preis.

Immer wieder bin ich dabei auf bestimmte Rohstoffe gestossen, die für dies und jenes gut sein sollten. Und so recherchierte ich in diese Richtung weiter. Nach und nach wurde mir klar, dass ich auf bestimmte Inhaltsstoffe nur verzichten kann, wenn ich mir meinen Kram selber zusammenmischen würde. Und so orderte ich meine erste Bestellung Rohstoffe und fing an zu experimentieren. Schon gleich bei den ersten Anwendungen zeigte sich der erste Erfolg. Meine Haut wurde immer ausgeglichener, Pickel und Mitesser verschwanden fast komplett, die trockenen Stellen waren nicht mehr trocken und meine Haut fettet nicht mehr unangenehm nach.

Nach diesen Erfahrungen dachte ich mir, was im Gesicht funktioniert, kann doch auch für andere Baustellen nicht schadhaft sein. Zu diesem Zeitpunkt wuchs zudem mein Wunsch heran mir die Haare wachsen zu lassen.

Ich hatte immer recht langes dickes Haar, allerdings waren meine Spitzen immer trocken. Irgendwann waren die letzten 20 cm mehr Spliss als Haar, sodass ich mich dazu entschied das ganze Stück abzuschneiden. Ich wollte meine alte Länge (ca Hüfte) allerdings zurück, aber ohne kaputte Enden.

Nachdem ich deswegen also auch anfing mit Pflege für meine Haare zu experimentieren, stellte ich sogar fest, dass die Beschaffenheit meiner Haare nicht so war, wie ich mir das lange dachte. Ich ging immer davon aus, dass ich trockene Spitzen und schnell fettende Haare an der Kopfhaut hatte. Das hatte ich auch, allerdings nicht „von Natur aus“, sondern wegen völlig falscher Pfelge und falschen Waschverhaltens.

Auch hier stellten sich sehr schnell Erfolge ein, mein Haar wuchs schnell, die Spitzen sind einigermaßen gesund, ab und an schneide ich sie mir, manchmal auftretende Schuppen verschwanden und ich fand heraus, dass Kopfhautjucken nicht normal ist. Daran hatte ich mich schon so gewöhnt, dass ich wirklich dachte das gehört halt dazu.

Und so stellte ich nach und nach meine gesamte Pflege um, immer mehr Produkte aus der Drogerie wurden meines Badezimmers verwiesen. Und noch bin ich auch nicht durch mit dem Experimentieren.

Das schöne war, dass nicht nur ich anfing mich in meiner Haut immer wohler zu fühlen, auch anderen fielen Veränderungen auf.
Ich gab immer gerne Tips weiter und freute mich vor allem darünber, wenn ich Feedback bekam, dass die Sachen auch anderen halfen.

Deswegen jetzt auch der Blog, in der Hoffnung, dass sich einige hier ein paar Sachen abgucken können, um sich auch endlich in ihrer Haut wohlzufühlen.